Heute ist der zweite Unterrichtstag mit Esther Kaiser in der Klubschule Migros Basel.
Zuerst besprechen wir die Fotos, die jeder mitgebracht hat. Zuerst sind meine beiden Fotos zum Thema Ebenen (Vorder-, Mittel- und Hintergrund) an der Reihe.
Erstes Foto (Siena/Toskana): Verschiedene Ebenen bzw. Verläufe von Vorder- bis Hintergrund sichtbar. Einerseits von rechts (Vordergrund: Ecke mit Mann und Plakaten) nach links zum Hintergund (Hausmauer mit Laterne), Motiv im Vordergrund, Abtrennung durch Schärfe/Unschärfe, aber auch von unten (Vordergrund mit Mann als Motiv) nach hinten (Hausmauer), Abtrennung der Ebenen durch die Farbe (grauer Boden, braune Hauswände). Gute Führung des Auges durch die Parallele (“Trennstrich” Boden und Wand).Zweites Foto (Crete/Toskana): Klarer Aufbau vom Vordergrund vorne (Feld mit Menschen) über die hügelige Landschaft bis zum Dorf und den Hügeln im Hintergrund. Abtrennung der Ebenen durch die verschiedenen Grüntöne.
Nicht zusammengehörende/zusammenpassende Fotos bitte nicht auf einer Seite ausdrucken/präsentieren, sondern auseinanderschneiden.
Danach bekommen wir die Aufgabe, in 15 Minuten einen Stuhl in ungewöhnlicher Art zu fotografieren und darauf auf störende Hintergründe zu achten.
Wir besprechen kurz den Lehrplan vom 4. Mai bis zum 22. Juni und erhalten eine kurze Information über den Lernnachweis, den wir am 25 Mai abgeben müssen. Genauere Infos erhalten wir am 4. Mai. Eine Idee dazu habe ich auch schon. Ich muss mir aber natürlich noch weitere Gedanken darüber machen. Noch einmal erhalten wir eine kurze Information über das zu führende Lern-/Werktagebuch (siehe dazu Eintrag vom 9. März).
Anschliessend schauen wir uns in den Theorieblättern die Seiten zum Thema DIN/ASA/ISO – Lichtempfindlichkeit an. DIN = Deutsche Institut für Normung, ASA = American Standard Association, ISO = International Standard Organisation.
DIN ASA ISO
12° 12 12/12°
15° 25 25/15°
18° 50 50/18°
21 100 100/21°
24° 200 200/24°
27° 400 200/27°
etc. etc. etc.
Bei den DIN wird immer 3 dazugezählt und in ° ausgedrückt, bei ASA die Zahl (fast immer) verdoppelt. ISO ist eine Kombination aus ASA und DIN.
Die ist (wie auch bei den Blenden und Verschlusszeiten) eine Standardreihe, die man auswendig wissen sollte. Je nach Kamera gibt es auch hier bei den ISO Zwischenschritte.
Hochempfindliche Filme: grosses/grobes Silberkorn, niedrigempfindliche Filme = kleines/feines Korn, mehr Details, kontrastreicher, schärfer. Bei Digitalkameras: niedrige/normale Empfindlichkeit = bessere Durchzeichnung/Abstufung Farbverlauf, kein/weniger Rauschen, bessere Farbsättigung/kräftigere Farben, bessere Schärfeleistung/Detailwiedergabe. Bei Digitalkameras wird bei hohen ISO-Zahlen das Eingangssignal (Licht) verstärkt. Jedoch werden auch andere, “schlechte” Signale verstärkt, was das Rauschen (Helligkeits- und Farbrauschen) ergibt.
Der Chip einer Digitalkamera wird für jede Aufnahme auf eine zur ISO-Zahl passenden Temperatur “aufgeheizt” und danach wieder heruntergefahren. Dieser Vorgang ergibt bei billigeren Kameras (z. B. Kompaktkameras) die Auslöseverzögerung.
Nun gehen wir alle zusammen in einen dunklen Raum im Keller der Klubschule, um uns kurz in Lightpainting zu üben, Wir bilden Zweiergruppen, ich arbeite wieder mit Dieter, wir benutzten meine Kamera.
Für den kommenden Unterrichtstag sollen wir eigene Ideen entwickeln und mitbringen.
Belichtungsmessung:
Urtümlichste Methode. Ein externes Handlichtmessgerät misst das auf das Motiv fallende Licht. Bei dieser Methode wird nicht beachtet, aus welchem Material/Farbe das Motiv ist. Ein schwarzes Motiv schluckt viel Licht und reflektiert wenig Licht in Richtung Kamera. Hier kann es zu Fehlmessungen kommen.
Objektmessung:
Der Belichtungsmesser in der Kamera misst das vom Motiv reflektierte Licht.
Der Belichtungsmesser ist auf ein mittleres Grau (ca. Dichte 18) geeicht. Eine Kamera versucht daher oft, alles möglichst grau aussehen zu lassen. Fotografiert man (ohne manuelle Belichtungskorrektur) ein schwarzes Blatt Papier oder eine weisse Wand, erhält man in etwa die selbe graue Farbe im Bild. Darum muss man z. B. bei einer Schneelandschaft etwa zwei Blenden (LW) überbelichten, damit der Schnee wirklich weiss wird.
Wir schauen uns die Messmethoden unserer Kameras an. Bei meiner Canon EOS 5D Mark III sieht dies so aus ( Quelle: Canon):




Meiner Meinung nach sind diese Messmethoden bei Canon nicht sehr logisch angeordnert. Sollten diese nicht nach der grösse des Messfeldes aufgeführt sein? Also zuerst Mehrfeld, mittenbetonte Integralmessung, Selektivmessung und dann Spotmessung.
Wir erhalten diverse Aufgabenblätter, die wir bis zum nächsten Mal zu bearbeiten haben.

























